1914-1918 – Die Entwicklung der Dinge

20.12.1916 Wieder in Stellung – Lampenfieber

/ / An der Somme 30.6.16-3.3.17

Wieder in Stellung – Lampenfieber.

Wir haben unsere alte Batterie- und Beobachtungsstellung bei Peronne am 16.12. wieder besetzt. Da ich bei der ersten Bedienung nicht mit eingeteilt war, ziehe ich erst heute zur Beobachtung.

Diesmal ist mir’s etwas eigenartig zu Mute. Die fast dreiwöchige Abwesenheit von der Front hat uns dem Kriegsgetriebe entwöhnt. Ich spüre ein unangenehmes Lampenfieber, das erst noch überwunden werden muss.

Ferner hoffte ich bis zur letzten Minute, in Urlaub fahren zu können. Die Hoffnung wurde zuschanden und damit auch die weitere, einmal eine Kriegsweihnacht in der Heimat zu verleben.

An der Front ist es zunächst ruhig. Gegen Mittag wird es aber lebhaft, besonders in Richtung Barleux, wo die Franzosen durch heftiges Artilleriefeuer einen Angriff vorzubereiten scheinen. Auch um unsere Ohren fliegen einige dieser beliebten kleinen Ratscher, deren Ankunft sich schon von weitem durch scharfes Pfeifen ankündigt.

Bei dieser erneuten Feuerprobe sind wir bald wieder im alten Fahrwasser.

Der nächste Tagebucheintrag folgt am 24.12.

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