1914-1918 – Die Entwicklung der Dinge

10.3.1917 Arbeit in Hülle und Fülle

/ / Uncategorized, Zum zweiten Mal an der Aisne 3.3.17-8.7.17

Arbeit in Hülle und Fülle. Geschützstellung bei Guignicourt. Beobachtung im Walde von Prouvais. 

Wir haben 3 anstrengende Tage hinter uns, von denen uns noch heute sämtliche Knochen weh tun. Endlich ist auch unsere Batterie in Stellung gegangen.

Am 8.3. wurde nach achtstündigem Marsch die Kreuz und Quer mit dem Ausbau der Geschützstände – am Eisenbahndamm nordwestlich Guignicourt – begonnen. Nachdem diese und die Verbindungsgräben fertig sind, geht es nunmehr an den Bau der Mannschafts- und Munitionsräume.

Der tägliche Marsch durch den 1/2 meter hohen Schnee aber ist ein Vergnügen für sich. Das habe ich besonders gestern beim Aussuchen unserer Beobachtungsstelle spüren können. Es dauerte eine Ewigkeit, bis wir den passenden Platz fanden. Heute wird mit dem Ausbau auch dieser begonnen.

Einstweilen sitze ich noch in recht primitiven Verhältnissen mitten im Walde am Fernsprechapparat. Unterkunft: auf 2 Beinen. Als Dach: der blaue Himmel! Das Scherenfernrohr wird erst aufgestellt, sobald der Stand dazu ausgehoben ist.

Am Abend bauen wir ab und ziehen in Prouvais in Quartier. Ausser reger Fliegertätigkeit an der Front Ruhe.

 

Der nächste Tagebucheintrag folgt am 13.3.

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