1914-1918 – Die Entwicklung der Dinge

28.8.1917 „Unter allen Umständen“

/ / 21.7.-1.11.1917 Verdun

„Die Stellungen müssen unter allen Umständen gehalten werden“

Das Gelände um unsere Geschütze herum ist mit Batterien aller Art gespickt. Befehl von oben: “Die Stellungen müssen unter allen Umständen gehalten werden!”

Gestern abend setzten die Franzosen bei strömendem Regen noch zu einem äußerst heftigen Angriff auf der ganzen Divisionsfront und weiter nach rechts an. Unsere Feldartillerie gab über eine Stunde lang Sperrfeuer ab.

Wir selbst waren infolge eines kurz vorher durchgeführten größeren Schießauftrages mal wieder ohne Munition.

Da haben wir dann den Feldartilleristen beim Heranschleppen ihrer Geschosse kräftig unter die Arme gegriffen und doch noch unser Teil zur Abwehr des feindlichen Ansturmes beigetragen.

Einer meiner Kameraden (Vizefeldwebel G.) saß um diese Zeit in einer vorgeschobenen Beobachtung dicht hinter unseren ersten Gräben. Die Infanteriestellungen waren zusammengetrommelt und er selbst ausgeräuchert worden. Trotz alledem gelangte er mitten in der Nacht wohlbehalten wieder zu uns, heilfroh, dem Eisenhagel entronnen zu sein.

 

Der nächste Tagebucheintrag folgt am 1.9.

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