1914-1918 – Die Entwicklung der Dinge

8.11.1916

/ / An der Somme 30.6.16-3.3.17

Gewaltige Brände und Explosionen bei den Franzosen

Der Aufenthalt in der Sammelstelle bedeutet diesmal wirkliche Ruhe für mich. Aber ewig ist bekanntlich nichts auf Erden.

Heute morgen gehts bei prächtigem Mondenschein wieder zur Beobachtung zurück. Die Anmarschwege liegen ausnahmsweise nicht unter feindlichem Feuer, so dass ich den Bacquets-Wald ohne Unfall erreiche.

Während meiner Abwesenheit hat es bei den Franzosen zahlreiche Brände und Explosionen gegeben, die größten gestern Nacht bei Bray.

Dort ist der umfangreiche Munitionsbahnhof durch einen Nachtangriff unserer Flieger vollständig zerstört worden.

Die Lufterschütterungen waren so heftig, dass man sogar in unserer Sammelstelle und noch weit hinter uns bis St. Quentin etwas davon spüren und die riesigen Feuersäulen aufsteigen sehen konnte.

Des weiteren wurde durch Artilleriebeschießung ein mächtiger Brand in dem feindlichen Lager bei Eclusier verursacht, aus dem noch heute lange breite Rauchschwaden emporsteigen. Alles in allem: wir können zufrieden sein. Die Franzosen aber werden sicher wieder sagen: “Die verfl…. Boches!”

Der nächste Tagebucheintrag folgt am 9.11.

  1. So langsam macht sich bei unserem Protagonisten die Verzweiflung breit…

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