1914-1918 – Die Entwicklung der Dinge

29.9. Rund 3000 Zentner Eisen und Pulver verschossen

/ / 7.9. - 8.10.1914 Rückzug von der Marne bis zur Aisne

Beschießung von La Neuville, Cormicy und Schützengräben. Gesamtschussleistung der Batterie bisher 3480 Schuss – Rund 3000 Zentner Eisen und Pulver.

9 Uhr vormittags: Wir haben noch nicht geschossen. Da die Sicht schlecht ist und der Feind sich ruhig verhält, wird von der Bataillonsbeobachtung eine Leitung nach der berüchtigten Höhe 91 gelegt.

Gegen Mittag geben wir einige Schuss auf das Dorf La Neuville, in welchem die Franzosen eifrigen Durchgangsverkehr pflegen, mit gutem Erfolg ab. Das Feuer wird durch Leutnant F. von Höhe 100 (links der Höhe 91) aus geleitet und dann auf Schützengräben, die von dort gleich gut eingesehen werden können, verlegt. Entfernung für beide Ziele: 4800m.

Der Feind antwortet mit einigen Granaten nach unserer Geschützstellung, die aber ihr Ziel verfehlen. Trotzdem – wir scheinen auch hier nicht mehr unerreichbar zu sein.

Den Beschluss des Tages bilden 12 Schuss nach Cormicy (Entfernung 7100m).

Durch Zufall werde ich gewahr, dass unsere Batterie bis jetzt während des ganzen Feldzuges nicht weniger als 3480 Schuss abgegeben hat. Rund 3000 Zentner Eisen und Pulver sind also allein von uns in Belgiens und Frankreichs Erde verspritzt worden – für 4 Geschütze und eine nur zweimonatige Gefächtstätigkeit immerhin eine ganz erkleckliche Leistung.

Um 10 Uhr abends erhalten wir Befehl, unsere Geschütze morgen früh 4,30 Uhr wieder nach der alten, weiter vorn befindlichen, verschanzten Stellung zu bringen.

Der nächste Tagebucheintrag folgt am 30.9.

  1. „Rund 3000 Zentner Eisen und Pulver“

    Die heimatliche Rüstungsindustrie wird sich gefreut haben!

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