1914-1918 – Die Entwicklung der Dinge

8.9.1915

/ / Am Isonzo 1.7.1915-31.3.1916

Endlich fühle ich mich wieder etwas wohler. Der Schlaf der letzten Nächte war aber miserabel – teils wegen der Kopfschmerzen, teils wegen der unzähligen Läuse, denen wir anscheinend ein gefundenes Fressen sind.

Die Italiener ließen uns nach wie vor in Ruhe.

Der nächste Tagebucheintrag folgt erst am 5.10. – in der Zwischenzeit können aber ohne Vorankündigung Fotos erscheinen

  1. Ich stelle mir just die Frage, ob es einen historischen Grund für die Zeit bis zum nächsten Post geben könnte?
    Er beschreibt seinen angegriffenen Gesundheitszustand; war er etwa im Lazarett und konnte so sein Tagebuch nicht vorsetzen?

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  2. schon erstaunlich wie schnell Krieg Normalität wird und aus der Sicht des Protagonisten „nicht viel passiert“….

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  3. Es ist schon interessant, wie der Wechsel an den Isonzo sich auf das Tagebuch und auch auf die Anzahl der Kommentare hier auf der Seite auswirkt.
    Insgesamt wirkt es so, als ob die entferntere Front für Pauleit auch innerlich eine Distanz zu den Kriegszielen aufgebaut hat. Von Begeisterung oder einer inneren Identifikation mit dem Geschehen ist keine Spur mehr zur Erkennen.
    Auch für mich als Mitleser der ersten Stunde sind die Schilderungen seit dem Wechsel zum Alpenkorps „weiter entfernt“, vielleicht auch, weil in unser kollektiven Wahrnehmung die Westfront das Bild des Ersten Weltkrieges bestimmt.
    Ich bin gespannt auf die angekündigten Bilder!

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